Pastor Robert Florin in den Ruhestand verabschiedet
Am Sonntag den 04.10.2009 wurde Pastor Robert Florin mit einem feierlichen Hochamt in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.
Die gemeinsame Verabschiedung durch die drei Pfarreien Dockweiler, Kirchweiler und Neroth fand in der Pfarrkirche St. Laurentius in Dockweiler statt.
Die musikalische Gestaltung der Messe erfolgte durch einen extra für diesen Tag zusammengestellten Chor der drei Pfarreien und dem Projektchor unter der Leitung von Matthias Peter.
Neben Pastor Robert Florin wurde die Eucharistiefeier von folgenden Priestern mit zelebriert: Dechant Gödert, Pfarrer Kraus, Pfarrer Theresius Jax, Vikar Dr. Oko, Pfarrer Heck, Pfarrer Kohnz, Pfarrer Comes, Kaplan Kohr sowie den Lektor Gregor Meyer.
Am Schluß des Gottesdienstes übermittelte Dechant Gödert die Grüße des Bischofs von Trier und verlas den Dankesbrief an Pastor Florin. Darauf folgte die Dankesrede der 1. Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Rita Pantenburg.
Im Anschluß an das Hochamt erfolgte die Verabschiedung von Pastor R. Florin durch die Pfarr- und Ortsgemeinden mit einer kleinen Feierstunde in der Mehrzweckhalle Dockweiler. Hierzu war die Bevölkerung bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Bewirtung erfolgte durch die Frauen aller Pfarrdörfer.
Stellvertretend für die Ortsbürgermeister von Dreis-Brück, Betteldorf, Hinterweiler und Kirchweiler betrat der Ortbürgermeister von Dockweiler, Bruno von Landenberg, an das Rednerpult und dankte Pastor Florin für sein 17-jähriges Wirken in den Ortsgemeinden und überreichte neben der bereits an die Dauner Tafel überwiesenen Geldspende noch ein Buchgeschenk als äußeres Zeichen der Dankbarkeit.
Die musikalische Gestaltung erfolgte durch den "Musikverein Dreis", den "Gemischten Chor Dockweiler" sowie durch gespielte und gesungene Beträge der Kinder der Grundschule Dockweiler.
Im Anschluß an den offiziellen Teil hatte die Bevölkerung Gelegenheit sich persönlich von Pastor Florin zu verabschieden.


Ansprache anlässlich der Verabschiedung von Herrn Pastor Florin
in der Pfarrkirche Dockweiler St. Laurentius
Sehr geehrter Herr Pastor Florin,
ihre Zeit hier bei uns in den Pfarreien Dockweiler, Kirchweiler, Neroth neigt sich dem Ende zu. Wir lassen Sie nicht gerne ziehen, aber wir gönnen Ihnen natürlich auch Ihren wohlverdienten Ruhestand. Statt Wehmütigkeit zu verbreiten, möchte ich lieber unsere Dankbarkeit für die 17 gemeinsamen Jahre zum Ausdruck bringen.
Als Sie im Herbst 1992 unsere Pfarreien übernahmen, waren wir natürlich alle gespannt auf den “neuen Pastor“. Ich denke, Ihnen ging es in Bezug auf uns nicht anders. Für uns war schnell klar, dass Sie kein Mensch sind, der sich selbst in den Mittelpunkt stellt. Vielmehr haben sie darauf geachtet, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse sowohl der 3 Pfarreien als auch der verschiedenen Personengruppen hinreichend berücksichtigt werden.
- Im Verlauf eines Kirchenjahres haben Sie z.B. die jungen Familien in den Blick genommen, etwa bei den Kindergottesdiensten, der Krippenfeier oder beim Kinderbibeltag.
- Die Begleitung der Kranken und Alten war Ihnen ein persönliches Anliegen.
- Durch Vorträge und Glaubensgespräche etwa in der Fastenzeit haben Sie die Erwachsenenkatechese gefördert.
- Ohne sich selbst zu schonen, hatten Sie auch den Weitblick, unsere Pfarreien zukunftsfähig zu machen. Durch eine intensive Katechetenschulung und die Einbindung der ehrenamtlichen Laien bei der Vorbereitung der Sakramente haben Sie unsere Mitverantwortung für das pfarrliche Leben gefördert.
- In diesem Zusammenhang nenne ich auch den Aufbau eines Gottesdienst-Helfer-Kreises. Spätestens jetzt wird uns bewusst, wie wichtig diese frühzeitige Aufbauarbeit war.
- Ihre Gottesdienste waren aufbauend, die Predigten gehaltvoll und Ihr Dienst am Altar stets von Ehrfurcht und Würde geprägt.
- Auch der Humor kam bei Ihnen nicht zu kurz.
Für all das und noch Vieles mehr danke ich Ihnen herzlich.
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Nun geht das Licht in unseren Pfarreien mit Ihrem Weggang nicht aus; gleichwohl wird sich einiges ändern. Ab sofort gehören wir zum “Pastoralen Raum Daun“, der aus 12 Pfarreien und insgesamt 26 Dörfern besteht.
Ich begrüße Ihre Nachfolger im priesterlichen Dienst, Herrn Dechant Gödert, Herrn Pfarrer Kraus, Pfarrer Theresius Jax sowie Pfarrer Dr Oko herzlich in unserer Mitte. Daneben wird die Gemeindereferentin, Frau Peters, Aufgaben bei uns übernehmen. Ihnen biete ich, auch im Namen von Frau Körsten aus Neroth und Herrn Michels aus Kirchweiler unsere ehrenamtliche Mitarbeit an.
Natürlich hat auch ehrenamtliches Engagement seine Grenzen. Es wird darauf ankommen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen funktioniert. Eine wesentliche Vorraussetzung dafür ist eine glaubwürdige Verkündigung. Daneben zählen aber auch so praktische Aspekte wie die gegenseitige Erreichbarkeit, eine funktionierende Kommunikation, Transparenz bei Entscheidungen und ein respektvoller Umgang miteinander. Die Zukunft wird zeigen, welchen Stellenwert unsere Pfarreien in dem großen Gefüge des Pastoralen Raumes Daun haben werden.
Herr Dechant, Sie übernehmen ein gut bestelltes Feld – Machen Sie was draus!
Ich ermutige jedes Mitglied unserer 3 Pfarrgemeinden, die neue Situation anzunehmen und sich in der ihm möglichen Art und Weise einzubringen.
Sie alle haben nach dieser Hl. Messe die Gelegenheit, sich in der Mehrzweckhalle Dockweiler von Herrn Pastor Florin zu verabschieden und unsere neuen Geistlichen kennenzulernen.
Das Schlusswort gilt Ihnen, Herr Pastor Florin:
Ich danke Ihnen – auch persönlich – für 17 gemeinsame Jahre. Wir haben gerne mit Ihnen zusammengearbeitet und fühlten uns immer wohl unter Ihrer Leitung.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen für Ihren weiteren Lebensweg, der Sie nach Bad Sobernheim führt und hoffen, dass es auch Gelegenheiten für ein Wiedersehen gibt.
Damit Sie uns nicht ganz vergessen, gebe ich Ihnen einen Korb mit Produkten aus unseren 3 Pfarreien Dockweiler, Kirchweiler und Neroth mit auf den Weg.
Danke schön für Alles und Auf Wiedersehen.
Rita Pantenburg
(Vors. Pfarrgemeinderat Dockweiler)


















































































Lieber Herr Pastor Florin,
als wir uns vor einiger Zeit Herr Pastor über ihre offizielle Verabschiedungsfeier am heutigen Tage unterhalten haben, äußerten Sie drei Wünsche:
Es sollen nicht viele und vor allem keine langen Reden gehalten werden.
Sie wünschen keine persönlichen Geschenke, sondern wenn überhaupt, dann eine Spende an die Dauner Tafel, womit bedürftige Menschen unterstützt werden und
Ihr Wunsch war und ist es dass ihre Verabschiedung heute keine wehmütige oder gar traurige Feier wird.
Bezüglich ihres ersten Wunsches will ich gern meinen Beitrag leisten, auf ihren zweiten Wunsch komme ich am Ende meiner Ausführungen noch einmal zurück und ich bin davon überzeugt, dass die anwesende Festgemeinde gerne ihren Beitrag dazu leistet, damit auch ihr 3. Wunsch für den heutigen Tag in Erfüllung geht.
Herr Pastor Florin,
ich habe diesen Einstieg nicht alleine deshalb gewählt um ihre Wünsche für den heutigen Tag hier wiederzugeben, sondern vielmehr deshalb, weil sich wie ich finde, hierin sehr deutlich widerspiegelt, wie Sie als Pastor und Mensch in ihrer 17 jährigen Tätigkeit in den Orts- und Kirchengemeinden gewirkt haben. Nämlich bescheiden, was ihre eigene Person angeht, fürsorglich in ihrem Handeln gegenüber den Menschen in den Pfarreien und wenn ich an die jährlichen geistlichen Dienstbesprechungen mit uns Ortsbürgermeistern oder an ihre Beiträge an Weiberdonnerstag denke, gerne auch mal lustig, witzig und weltoffen. Sie haben mit ihrer ruhigen und ausgleichenden Art nicht nur die kirchliche, sondern auch die weltliche Gemeinschaft maßgeblich gefördert. So war es beispielsweise für Sie bis zuletzt selbstverständlich auf Wunsch bei der Eröffnung auch von kleineren gemeindlichen Einrichtungen anwesend zu sein und diese einzusegnen.
Die Verbindung zu schaffen zwischen Kirche und Gesellschaft und gleichsam das christliche Denken und Handeln hineinzutragen in das tägliche Leben der Menschen, diese Kunst und die Fähigkeit hierzu haben Sie immer wieder bewiesen. Insbesondere auch in ihren kurzweiligen Predigten in denen Sie es verstanden haben mit präzisen und verständlichen Worten die Verhaltensweisen der Menschen in Bezug zu stellen zur christlichen Lehre und so auch zum Nachdenken anzuregen. Sie haben es einfach geschafft die Menschen zu erreichen.
Wenn man sich über dies dann noch, insbesondere an Festtagen wie Ostern oder Weihnachten den Pfarrbrief ihrer 3 Pfarreien betrachtet hat und bedenkt, dass Sie neben den Gottesdiensten ja auch noch weitergehende seelsorgerische Aufgaben wahrgenommen haben, so verdient dies unser aller Hochachtung vor dem Einsatz und der Leistung, die Sie bis zuletzt mit nunmehr 72 Jahren für die Menschen in den 6 Gemeinden erbracht haben.
Führt man sich dies alles vor Augen, so ist es nur zwangsläufig, dass dieser Tag heute von vielen Menschen unserer Gemeinden mit sehr gemischten, ja teilweise sogar mit etwas aufgewühlten Gefühlen betrachtet wird. Und dies ist, wie ich finde verständlich. Denn wir verabschieden heute nicht nur unseren verdienten Herrn Pastor Florin, sondern wir überschreiten damit eine Schwelle die Veränderungen mit sich bringen wird. Es werden Fragen aufgeworfen die die Menschen beschäftigen, nicht immer geäußert, nein oftmals auch nur in Gedanken. Aber sie sind da.
Wie geht es weiter, werden wir weiterhin die seelsorgerische Betreuung erhalten wie bisher, wie oft haben wir noch eine von einem Priester gehaltene Messe u.s.w. . Viele Fragen auf die sich die Antworten sicher auch erst im laufe der Zeit finden und einstellen werden.
Eines ist jedoch sicher, es wird nicht bleiben wie bisher, es wird Veränderungen geben.
Aber, Veränderungen meine sehr geehrten Damen und Herren hat es immer gegeben und es wird sie auch Zukunft geben.
Wichtig ist hierbei meines Erachtens, dass diese Veränderungen mit gestaltet und soweit es möglich ist, auch positiv beeinflusst werden. Hierbei so meine ich sind alle gefragt, jeder Einzelne mit seinen Möglichkeiten.
Lieber Herr Pastor Florin,
sie werden in den vergangenen Tagen sicher schon einiges an dankenden Worten erhalten haben. Und auch wenn Sie dies vielleicht nicht in dieser ausführlichen Art und Weise wollten. Seien Sie versichert Sie haben jedes einzelne Wort und jede Geste verdient und ich bin überzeugt und kann nur sagen diese Worte kommen von Herzen.
Wir alle können an einem solchen Tag wie heute nicht alles das vergelten, was Sie für uns in Ihrer 17-jährigen Tätigkeit getan haben.
Aber wir können und wollen Ihnen Dank sagen.
Und so möchte ich Ihnen im Namen aller Ortsgemeinden danken für ihren unermüdlichen, immerwährenden Einsatz zum Wohle der Menschen in unseren Gemeinden.
Ich wünsche ihnen für ihren weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute, bleiben Sie vor allem gesund und schließen Sie uns in ihr Gebet ein.
Ich hoffe Herr Pastor Florin, meine Ausführungen werden der gewünschten Kürze gerecht und ich habe damit ihren ersten Wunsch erfüllt.
Den zweiten Wunsch erfüllen wir jetzt.
Von der Ortsgemeinde Neroth haben Sie bereits ein Geschenk erhalten. Die Ortsgemeinden Dreis-Brück, Dockweiler, Betteldorf, Hinterweiler und Kirchweiler haben eine Spende an die Dauner Tafel überwiesen.
Und da man dieses Geld nicht sehen kann und wir heute nicht sozusagen mit leeren Händen hier erscheinen wollten, darf ich ihnen noch dieses kleine Buchgeschenk überreichen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.
Und nun bin ich überzeugt, wird es der Festgemeinde gelingen ihnen ihren 3. Wunsch für den heutigen Tag zu erfüllen.
Bruno von Landenberg
Ortsbürgermeister von Dockweiler
stellvertetend für die Ortsgemeinden

